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BUCHBESPRECHUNGEN

ELLA UND LUDWIG ENTDECKEN DIE MUSIK:

Dieses Bilderbuch ist eine hervorragende Einführung in die Musik für schon kleine Kinder im Vorschulalter, 9. Mai 2011
Von
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland)

Das vorliegende Bilderbuch von Oliver Steger und Peter Friedl ist eine ganz hervorragende Einführung in die Musik für schon kleine Kinder im Vorschulalter. Besonders dann, wenn die Kinder das Erlernen eines Instrumentes beginnen, sei es nun Flöte, oder auch Klavier, werden sie an diesem Buch viel Freude und Gewinn haben. 

Denn die beiden lustigen Mäuse Ella und Ludwig entdecken auf einer lustigen Reise durch die Welt der Noten, der Rhythmen und der Melodien mit hilfreicher Unterstützung der Note A einen wunderbaren und geheimnisvolle Kosmos, der keinem Kind verschlossen bleiben sollte, auch wenn man so manchen übertriebenen Ehrgeiz von Eltern bei der musikalischen Früherziehung ihrer Kinder kritisieren muss. 

Eine dem empfehlenswerten Buch befügte CD beinhaltet eine weitere Gesichte und zahlreiche praktische Hörbeispiel für die Kinder. 

Mit Ella und Ludwig die Musik entdecken, 28. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Ella und Ludwig entdecken die Musik (mit CD): Noten, Rhythmus, Melodien (Gebundene Ausgabe)
Heute möchte ich euch ein weiteres Buch vorstellen, welches sich im Bücherschrank meiner lieben Tochter befindet. Es handelt sich um ein Kinderbuch mit Sachbuchcharakter, welches sehr kindgerecht und farbenfroh sowie wunderschön illustriert ist. 

Ella und Ludwig entdecken die Musik 

... und wir sind dabei... 

Begleit-CD enthält zusätzliche Erklärungen und Tonbeispiele. Der Sprecher ist Martin Schwanda. Es sind 21 Titel auf der CD enthalten. Beginnend mit Das Klavier stellt sich vor", danach folgen Töne", Intervalle", Der Glückstag", Intervallmelodie usw. usw. 

Die CD ist in einer durchsichtigen CD-Hülle auf der vorderen inneren Umschlagseite eingeklebt. 

Inhalt: 
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Das Buch erklärt Noten, Rhythmus und Melodien. 

Ella und Ludwig sind zwei lustige kleine allerliebste Mäuschen, die den kleinen Leser durch das Buch begleiten. Ella und Ludwig leben auf einem Dachboden, aber in was für einem Haus? Sie schauen durch ein Loch im Fußboden, was im Haus passiert. 

Kurze Leseprobe an dieser Stelle: 
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Ella entdeckt auf einem der Holzständer ein kleines schwarzes Etwas. Es sieht aus wie eine schwarze Kugel mit Hals und Mütze. 
Die Mäuse haben einen Plan - sie lassen einen Bindfaden durch das Astloch hinunter zu dem kleinen Ding. Ella gibt Anweisungen und leuchtet mit ihrer Mäuse- Laterne, damit es nicht ganz so dunkel ist. Ludwig hält währenddessen den Faden mit aller Kraft. 
Binde die Schnur um deinen Körper und halte dich daran fest. Wir ziehen dich zu uns herauf!". Nach der Rettungsaktion sitzen alle drei erschöpft um das Astloch. Das war vielleicht anstrengend"! 
Wer bist du eigentlich?", fragt Ludwig immer noch schwer atmend das kleine schwarze Etwas. Ich bin eine Note! Man nennt mich eingestrichenes A. Heute ist mir etwas Seltsames passiert. 

An dieser Leseprobe erkennt man, das die Musik und die damit zusammenhängenden Begriffe in Form einer Geschichte erzählt werden, die sich im Haus und auf dem Dachboden abspielt, in dem die beiden Mäuse wohnen. Sie lernen die einzelnen musikalischen Fakten kennen, die hier vermenschlicht werden und so für Kinder leicht nachvollziehbar sind. 

Die Geschichte ist niedlich, aber trotzdem sehr lehrreich, und ich finde, so, wie hier Musik erklärt wird, bleibt sie sicher in den Köpfen der kleinen Leser haften, weil die Fakten ansprechend und kindgerecht verpackt sind. 
Es werden die wichtigsten Erklärungen aufgezeigt, um erst einmal ein Verständnis für Musik aufzubauen. Die CD tut dann noch ihr übriges, um den Kindern Musik einfach und spannend näher zu bringen. 

Instrumente werden genau erklärt und bildhaft gezeigt wie der Quintenzirkel oder Takt und Rhythmus und die Intervalle. 

Bildmaterial und Illustrationen: 
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Die teilweise ganzseitigen oder zwischen den Texten befindlichen farbigen Illustrationen sind allerliebst, aussagekräftig und farbig kindgerecht gestaltet. 

Gestaltung und Übersichtlichkeit: 
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Das Buch ist durchweg sehr übersichtlich gestaltet. Auf jeder Seite ist farbig unterlegt ein Merksatz zu sehen, der zusammenfassend wiedergibt, was auf der Seite steht. Es sind dies meist Begriffe aus der Musik, der erklärt werden. 

Was Musik ist, die Grundbegriffe verpackt in eine kindgerechte Geschichte, die farbig unterlegten Infoboxen mit den wichtigsten Fakten auf einen Blick und die CD mit wunderschönen Hörbeispielen machen das Buch zu einem wahren Schatz für Kinder, die man an Musik heranführen möchte, ohne abzuschrecken. 

TOPP !!! 

CARLAS MUSIKALISCHE WELTREISE:

„Anschaulicher und lustiger lässt sich Musik wohl kaum erklären“ OÖ Nachrichten (08/ 2010)

"Die Musik der Begleit- Cd ergänzt die kindgerechte Einführung in die Weltmusik!" Wiesbadener Kurier (09/ 2010)

"Dass die Musik Stegers Qualität besitzt, kann man ja quasi voraussetzen, hinzu kommt noch sein sehr einfühlsamer und liebevoller Schreibstil........ ......dieses Buch ist nicht nur pädagogisch wertvoll, es wäre eine sehr sinnvolle Ergänzung zum Schulbuch für Musikerziehung.
Concerto Magazin (06/ 2010)




JAZZ FÜR KINDER:


Familienwelt.de (04/2008)

"Jazz für Kinder? Wer bisher mit Jazz nichts anfangen konnte, wird diesen Musikstil nach dem Lesen des Buches mit ganz anderen Ohren hören.
Genau wie Carla, die im Pavillon des Gartens drei total verstaubte Musikinstrumente entdeckt. In der Ecke stehen ein Klavier, ein Kontrabass und ein Schlagzeug. Sie öffnen dem Mädchen die Tür in die Welt des Jazz mit seiner bewegten Geschichte. Carla lernt Instrumente, Interpreten und Musikstile kennen. Und auch die Instrumente lernen dazu, denn seit sie vor sich hinstaubten, hat sich einiges getan. Fasziniert hören sie etwas von dem neuen Stil Nu Jazz. Ein herausragendes, anspruchsvolles Buch, bei dem nicht nur musikbegeisterte Kinder viel über Jazz lernen können. Das Lied "Bruder Jakob" ist auf der beiliegenden CD in 14 verschiedenen Jazz-Stilen zu hören - eingespielt von mehrfach prämierten Musikern. Einfach nur toll."


Eltern Blog: Kinder- und Elternbücher (03/ 2008)
"Jazz muss man mögen. Ich persönlich mag diesen Musikstil nicht. Ich finde, es klingt wie personifizierte Kopfschmerzen. Aber man versucht ja, seine Kinder möglichst nicht zu beeinflussen. Sie sollen offen sein für Neues, alles kennenlernen und selbst entscheiden. Und genau aus diesem Grund hab ich das Buch "Jazz für Kinder" besorgt. 
Und war positiv überrascht. Carla ist mit ihren Eltern umgezogen. In ein Haus. Und findet dort in einem Gartenpavillon ein paar sprechende Instrumente. Ein Klavier, eine überdimensionale Geige namens Kontrabass und ein Schlagzeug. Sie jammern, denn eigentlich wären sie - statt als Gerümpel rumzustehen und zu verstauben - lieber wieder in einem Jazzclub aktiv. Das bringt Carla dazu bei ihren Eltern nachzufragen und die erklären ihr ganz genau, was Jazz überhaupt ist. Wo "die Musik der Freiheit" herkommt, dass man darauf tanzen kann und wie er sich von Amerika aus über die ganze Welt verbreitete. Und die Musikinstrumente bringen Carla bei, wie das mit dem Rhythmus ist, was Harmonien sind und warum der Bebop den Jazz verändert hat. Und das alles endet in einem selbstgestylten Jazzkeller, in dem die Instrumente endlich wieder das tun können, was sie schon immer am liebsten taten: musizieren. Und damit man sich immer ein genaues Bild machen kann, ist dem Buch eine CD beigefügt, auf der sich die Musikinstrumente vorstellen und man dann die verschiedenen Stile vergleichen kann. Und so ein Bild bekommt von der Vielfältigkeit des Jazz."




Amerikawoche.com (05/ 2008) 
"Bekanntes neu für die Ohren: "Jazz für Kinder"
Den Kanon "Bruder Jakob" kennt wohl jeder  wie aber hätte er wohl von Louis Armstrong oder Charlie Haden gespielt geklungen? Ganz schön anders, soviel ist klar. In "Jazz für Kinder" geht das Mädchen Carla auf eine musikalische Reise durch die Geschichte des Jazz und der Improvisation, immer mit "Bruder Jakob" im Ohr. Der jüngste Band aus der bewährten Annette-Betz-Reihe, die Märchen, Ballette und klassische Musikstücke illustriert und mit beigelegter CD zum Klingen bringt, ist besonders gelungen. (Nicht nur) für Musik-interessierten Nachwuchs ab 9."
Wien/München (dpa)


Concerto Magazin (Sommer 2008)

"Oliver Steger hat sich der Jazzgeschichte angenommen und sie für , hier muß man den Verlagsangaben und dem Untertitel widersprechen, nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, sehr sinnvoll aufbereitet. ...es ist ein Buch, aus dem der Interessierte und auch der schon ein wenig fortgeschrittene Jazzliebhaber noch so einiges lernen kann..."

Rezension von Bettina (02/ 2008)

 

Denkt man an Jazzmusik, so denkt man an enge verrauchte Kneipen, in denen die Menschen an kleinen Tischen sitzen und im Rhythmus mitschwingen. Besonders auf Kinder und Jugendliche wirkt diese Art der Musik oft befremdlich, da sie je nach Interpretation sehr eigenwillige Züge annehmen kann. Mit der richtigen Einführung in dieses Thema erhalten Kinder jedoch die Möglichkeit unvoreingenommen in eine musikalische Welt einzutauchen, die ihrer kindlichen Kreativität, Beschwingtheit und Phantasie in nichts nachsteht. Die Gelegenheit für solch einen ersten Kontakt bietet das Buch Jazz für Kinder, welches Anfang 2008 im Annette Betz Verlag erschienen ist.

Die Reise durch die Geschichte der Jazzmusik beginnt, als Carla im Garten des gerade neubezogenen Hauses einen alten Pavillon entdeckt. Neugierig fängt sie an die alten und verstaubten Sachen näher zu betrachten, als sie plötzlich ein paar Stimmen hört. Zunächst glaubt sie ihren Ohren nicht zu trauen, aber in einer Ecke des Raums stehen tatsächlich ein Klavier, ein Schlagzeug und ein Kontrabass die mit ihr sprechen. Eigentlich jammern sie mehr, denn anstatt im Pavillon zu verstauben würden sie viel lieber wieder auf einer Bühne in einem Club stehen und Jazzmusik machen. Davon hat Carla noch nie etwas gehört und darum löchert sie noch am selben Abend ihre Eltern, was es denn mit diesem Jazz so auf sich hat. Die freuen sich über Carlas Interesse und erzählen ihr gerne alles über den Ursprung des Jazz, seine Verbreitung in der Welt und zeigen ihr auch wie man darauf tanzt. Natürlich lassen es sich auch die Instrumente nicht nehmen ihr noch viele spannende Fakten und Ereignisse aus der Geschichte des Jazz zu erzählen. So erklären sie ihr beispielsweise was Akkorde, Harmonien und Rhythmen sind oder auch welche unterschiedlichen Stile sich im Laufe der Zeit gebildet haben. 
Carla findet daraufhin immer mehr Gefallen an der Musik und am liebsten würde sie den Herzenswunsch der Instrumente erfüllen. Ob sie es wohl schafft einen Jazzclub für sie zu finden?

Dem Autor Oliver Steger ist mit dem vorliegenden Buch ein wirklich sehr gelungenes Werk zur Einführung in die Welt des Jazz geglückt. Der studierte Kontrabassist spielt selber in mehreren Formationen und erhielt 2005 mit seiner Band sogar den begehrten Amadeus Award. Er kennt sich also bestens in der Jazzmusik aus und hat mit Jazz für Kinder einen Weg gefunden, diese Welt kindgerecht vor unseren Augen auszubreiten. Eingebettet in eine ganz simple und alltägliche Geschichte erhalten Kinder hier interessante Informationen, mit denen sie mehr als nur ein fundiertes Basiswissen erhalten.

Zum besseren Verständnis liegt dem Buch eine CD bei auf der sich 14 verschiedene Jazz-Interpretationen des bekannten Kinderliedes Bruder Jakob befinden, die eigens für dieses Werk komponiert und arrangiert wurden. Während der Leser die Geschichte im Buch verfolgt, findet er am Textrand immer wieder Zahlen, die auf das jeweils passende Musikstück auf der CD verweisen. Somit erhält man zu den einzelnen Stilen auch direkt ein musikalisches Bild. Mit einer Gesamtspielzeit von rund einer Stunde bietet sie so eine gelungene Ergänzung zu den schriftlichen Ausführungen.

Nicht nur die beiliegende CD stellt einen besonderen Anreiz zum Kauf des Buches dar, sondern auch die den Text umrahmenden und mit viel Liebe zum Detail gezeichneten Illustrationen von Peter Friedl. Die sehr naturgetreuen und teils humoristisch angehauchten Bilder erwecken die Musikinstrumente zum Leben und laden auch einfach nur zum Anschauen ein. So gibt es auch bereits für Kinder unter dem empfohlenen Lesealter von 5 Jahren einen optischen Anreiz.

Insgesamt wird Oliver Steger dem Anliegen seines Buches, die wichtigsten Strömungen und Eckpunkte des Jazz zu beschreiben, vollends gerecht. Eine lohnenswerte Anschaffung, die das musikalische Verständnis der Kinder fördert und gleichzeitig Vorurteile gegenüber einer sehr eigenwilligen Musikrichtung abbaut.